Musikmesse Frankfurt 21.3. – 24.3.2012

22.3.2012, Frankfurt am Main/Messehallen. Das Schlaraffenland für alle Musik-Begeisterte hat am Mittwoch auf dem Messegelände in Frankfurt seine Tore geöffnet. Bis Samstag können die Besucher sämtliche Musikinstrumente und technische Neuheiten sehen, hören, anfassen und ausprobieren.

Pearl


Musik überall, dröhnende Bässe hämmern durch die Messehallen. Die Fingerfertigkeiten der Gitarristen sind immer wieder faszinierend anzusehen, welche Töne sie produzieren können, unglaublich. Die verschwitzten Schlagzeuger, die in ihrer eigenen Welt versunken trommeln, großartig.

Überwiegend Männer inspizieren die Musikinstrumente, schlagen drauf, blasen rein, zupfen die Saiten. Die Haare oft blauschwarz gefärbt, einige laufen mit Bierflaschen durch die Gänge. Ein Melting Pott von Künstlern und Business-Men zieht durch die Messehallen.

Der Warwick-Stand: Amps&Rock`nRoll. Eine elegante Lounge Atmosphäre, die die Präsentation der Instrumente vorteilhaft unterstreicht. Der Respekt für das Handwerk und der Kunst ist deutlich spürbar. Jack Bruce und Robert Trujillo spielen auf Warwick.

Johnny Marr Bildquelle: Man Alive!


Der Fender-Stand: Legendäre Fender®-Gitarren wie die Telecaster® oder Stratocaster®, der Precision Bass® oder Jazz Bass® stehen weltweit für den Beginn der Rockrevolution und werden von Musikern und Sammlern auch heute noch hoch geschätzt.
Am Samstag, 24. März ist der Gitarrist Johnny Marr von The Smith bei Fender zu Gast. Halle 4.0/E08, 12 Uhr

Der Yamaha-Stand: Viele professionelle Drummer trommeln auf Yamaha Drums. Die Ärzte mit Bela B. sowie Deutschlands einflussreichste Drummer Ralf Gustke und Wolfgang Haffner zählen auf Yamaha.
Yamaha Drums ermöglicht Artist „Meet & Greet“, am Samstag den 24.März (14:00 Uhr) auf der Musikmesse in Halle 0 „Forum“. Kommen werden: Billy Cobham, Wolfgang Haffner, Ralf Gustke (Söhne Mannheims) und Paul Tetzlaff (Clueso).

Der Gibson-Stand: Einmal eine der legendären Gibson Gitarren ausprobieren. Auf der Musikmesse in Frankfurt Halle 4.1/Stand F31 ist das möglich. Der interaktive Gibson-Stand bietet den Messebesuchern eine “Jamming Zone” mit über 50 Gitarren-Stationen.

Der Stand: Innovative Instruments Ribbon Röhren Synthesizer (Halle 5) ist sehr interessant. Holger Smital, der die Standbetreuung übernommen hat, ist ein kommunikativer und sympathischer Mensch, der gerne Auskünfte über den „RRS-Analog“ und „RRS-Hybrid“ gibt.
Holger Smital: „Ich bin Redakteur des synthesizer-magazin.de. Die Idee zum ersten Ribbon-Röhren-Synthesizer entstand im Sommer 2010 über eine Artikel-Anfrage für das Magazin. Es sollte ein neuer Synthesizer entwickelt werden. Wir gingen dieser Idee nach.

Holger Smital mit Ribbon Röhren Synthesizer

Zuerst mussten wir ein passendes Gehäuse für den neuen Synthesizer finden. Die erste Version war nach vier Monaten fertig. Der Synthesizer war verpackt in einem 1,50m langen Abwasserrohr – nicht hübsch, aber wir bekamen ein überwältigendes Feedback von befreundeten Musikern. Wir waren uns sicher, das Ribbon-Röhren-Synthesizer-Konzept musste einfach weitergehen.
Nun sind sie endlich serienreif, unsere ungleichen Synthesizer Brüder: Der RRS-Analog und der RRS-Hybrid – strahlend weiß und auffallend. Früher haben immer nur die Gitarristen die schönen Mädchen am Lagerfeuer beeindrucken können, heute bekommt der RRS-Spieler die schönsten Mädels“, grinst Holger Smital und berichtet weiter, ” beim RRS-Analog ist im Kern ein analoger Synthesizer mit klassischem Aufbau für den Sound verantwortlich. Die Steuerung erfolgt über einen Ribbon-Controller, der eine expressive Steuerung und ein individuelles Live-Spiel ermöglicht. Eine vollständige analoge Klangerzeugung mit direkt wirksamen Bedienelementen und garantiert ohne Quantisierung oder Untermenüs. Normale Gitarrengurte halten den RRS.
Der RRS-Hybrid hat eine Crushy 8-Bit Wavetable-Oszillator-Engine, ein analoges Filterboard und ein beleuchtetes Display. Der Effektprozessor, Verzerrer und Chorus, ist durchsetzungsfähig auf der Bühne. Der Abpressdruck kann zum spielen benutzt werden.
Die Lieferzeit beträgt ca. 6 Wochen, da jedes Instrument individuell „Made in Germany“ gefertigt wird.“
www.innovative-instruments.de, www.synthesizer-magazin.de

Nach diesen kompakten Informationen geht es weiter zu DJ Angelo, der gekonnt am Plattenteller herumwirbelt und zufrieden lächelnd den anschließenden Applaus entgegennimmt.

Rap-Legende Kurtis Blow schlendert mit seinem Cousin an uns vorbei. Der TV-Sender Phoenix möchte ein kurzes Interview, dann können wir mit Ihm sprechen. Kurtis Blow kennt Radio Darmstadt, da er erst am 16.3.2012 in der Zulu Nation Radio Sendung von MC Bee aufgetreten ist.
Der erste und bekannteste Hit von Kurtis Blow „The Breaks“ von 1980 erreichte als erste Hip-Hop-Single Goldstatus. Er war der erste Rapper, der ein Album bei einer großen Plattenfirma aufnahm. Später produzierte er selbst Stars wie „Run D.M.C.“ und „Fat Boys“.

Kurtis Blow


Blow beginnt in den Siebzigern, im Teenager-Alter in Harlem als Breakdancer. Über das DJing kommt er zum Rap. Es war die Zeit der von Funk geprägten Disco-Musik, „aber wir hatten nicht das Geld, in diese Clubs zu gehen“, sagt er. Hip-Hop entstand als rhythmische Spielart und wurde im Rahmen von Haus-Partys zelebriert.
Der heutige Hip Hop ist geprägt von halbnackten Frauen und teuren Autos. Was ist der Untersched zu damals? „Der Hauptunterschied ist: Alle wussten, dass sie Teil von etwas sind. Es war neu, es war frisch“, antwortet Blow. „Unser Job war, die Gemeinschaft zu erheben.“ Der Job eines Rappers heute hingegen sei eher, die Gemeinschaft herunterzuputzen.
„Frieden, Liebe, Respekt“, sind die Begriffe, die Blow mit dem Hip-Hop verbindet. “Eine humanistisch geprägte Hip-Hop-Haltung ist mir wichtig,” so Kurtis Blow.
http://www.radiodarmstadt.de/

Die Musikmesse in Frankfurt geht noch bis zum 24.3.2012. Menschen, die Interesse an Musik haben, werden in den Messehallen finden, was das Musikerherz begehrt.
Artikel: bn / Fotos: ts

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